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KalenderMontag 23 Apr 2018
Uhr19:00 - Uhr
UhrFraktionssitzung

Samstag, 13 Januar 2018 11:24

Anträge zur Seniorenhilfe in Herzogenaurach

geschrieben von

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Hacker,
nachfolgend drei Anträge der CSU-Stadtratsfraktion zur Seniorenhilfe für die Sitzung des Stadtrates am 1. Februar 2018:

1. Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung, einen Betreiber eines Senioren- und Pflegeheimes mit offenen und beschützenden Wohngruppen zu finden und dabei zu prüfen, ob dieser zusätzlich bereit wäre integrative Wohnformen für ältere Menschen (betreutes Wohnen) zu realisieren und mittel- bis langfristig ein sationäres Hospiz zu errichten.
2. Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung zu prüfen, ob bereits im Bauabschnitt Herzo-Base III, sowie in den geplanten Baugebieten „Reihenzach“ und „In der Reuth“ ein Seniorenund Pflegeheim in Verbindung mit einem stationären Hospiz errichtet werden kann.
3. Der Stadtrat beschließt die Einrichtung eines temporären „Runden Tisches“, um die ambulante Pflege in Herzogenaurach für die Zukunft zu stärken.

Begründung:
· Zum Antrag 1 und 2:
Die CSU-Stadtratsfraktion stellt die Anträge 1. und 2.,damit bei den Beratungen zu den Baugebieten „Herzo-Base III“, „Reihenzach“ und „In der Reuth“ frühzeitig ein Seniorenund Pflegeheim, integrative Wohnformen für ältere Menschen und ein stationäres Hospiz berücksichtigt werden.
Der Teilbericht 1 des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts für den Landkreis ERH weist für die Versorgungsregion Herzogenaurach (Aurachtal, Großenseebach, Herzogenaurach, Heßdorf, Oberreichenbach, Weisendorf) in der stationären Pflege zum 31.12.2016 einen Bestand von 226 Plätzen aus.
Er geht von einem Prognosebedarf bis 2020 von 337 – 445, 2025: von 362 – 478 und bis 2036 von 487 – 643 Betreuungsplätzen aus.

Laut „MODUS“-Studie werden bereits bis 2020 voraussichtlich 111 – 219 Pflegeplätze im stationären Bereich in der Versorgungsregion Herzogenaurach fehlen.
Daher empfiehlt „MODUS“ den kurzfristigen Ausbau von stationären Pflegeplätzen.
Siehe dazu Anlage: „Aktueller Stand zur Versorgungs- und Betreuungsstruktur Landkreis ERH“, Quelle: Landratsamt Erlangen, Sachgebiet 15.
Bei der Hospiz- und Palliativversorgung geht „MODUS“ davon aus, dass für den gesamten Landkreis ERH langfristig ein sationäres Hospiz mit 9 – 14 Pflegplätzen erforderlich ist.

· Zum Antrag 3:
Laut „MODUS“ liegt im ambulanten Bereich die Anzahl der Pflegekräfte mit 15,3 Vollzeitpflegekräften (Stand: 31.12.2016) nur knapp über den Mindestbedarf für die Versorgungsregion Herzogenaurach.
Nach der Bedarfsprognose werden bis 2020: 20,4 – 36,7, bis 2025: 21,7 – 39,3 Vollzeitpflegekräfte benötigt. Der Bedarf wird bis 2036 auf 30, - 52,4 ansteigen.
Um für dieses prognostizierte Szenario zukunftsorientierte Handlungsmaßnahmen zu entwickeln, schlägt die CSU–Fraktion vor, einen temporären „Runden Tisch“ mit den ambulanten Pflegediensten (Caritas, Diakonie, private Dienstleister), Bürgermeister, Vertreter der Verwaltung, (Generationenzentrum), der Stadtratsfraktionen, des Seniorenbeirates und des „AGENDA-Arbeitskreis: „Sozialgenossenschaft“ einzurichten.
Da für den „Runden Tisch“ eine gewisse Vorlaufzeit erforderlich ist, sollen die Planungen zeitnah aufgenommen werden, da sich der Stadtrat erst demnächst mit dem Seniorenpolitischen Gesamtkonzept beschäftigen wird.

Informationen zur Veröffentlichung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes
In der Stadtratssitzung am 30. November 2017 kam es bei der Beratung des SPD-Prüfantrages zur „Demenz-WG“, zu „Irritatitionen“ in Bezug auf die Veröffentlichung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes und zu einigen Prognosezahlen. Zur Information verweist die CSU-Stadtratsfraktion auf die Hompage des Landkreises ERH, wo die Teilberichte 1-3 eingestellt sind und auf die ergänzenden Hinweise durch das Landratsamt ERH, welche die CSUStadtratsfraktion eingeholt und als Anlage angefügt hat.

https://www.erlangen-hoechstadt.de/leben-in-erh/seniorenberatung/pflege-beratung/
Laut Landratsamt wurde der Teilbericht 1 (Stand: 31.12.2009) am 28.10 2010 im Kreistag vorgestellt und 2012 auf der Homepage des Landkreises veröffentlicht. Zum 31.12.2016 wurde der Teilbericht aktualisiert, am 11.7.2017 im Kreisseniorenbeirat vorgestellt und danach auf die Homepage gesetzt.
Die Teilberichte 2 und 3 wurden am 23.11.2011 im Ausschus für soziale Angelegenheiten und am 19.12.2011 im Kreistag vorgestellt, 2012 wurden sie auf der Homepage veröffentlicht.
Die Veröffentlichung des Teilberichtes 4, „Evaluation der Maßnahmenempfehlungen zur Weiterentwicklung der Seniorenhilfe“ ist für Ende 2018 geplant.

Mit freundlichen Grüßen

Kurt Zolhöfer                           Bernhard Schwab           Ille Prockl-Pfeiffer
Stellv. Fraktionsvorsitzender   Fraktionsvorsitzender    CSU-Stadträtin


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